Gladiolen

Gladiolen

Gladiolen

Lateinischer Name, andere Bezeichnung: Gladiolus, Siegwurz

Die Gladiolen gehören zu den Knollenstauden und umfassen etwa 180 Arten. Viele davon sind in Europa, aber auch in Afrika und im Nahen Osten beheimatet. Die Blätter der Gladiolen sind schwertförmig und wachsen wie ein Fächer auseinander. In der Mitte schiebt ein bis zu einem Meter hoher Stiel trichterförmige, farbstarke Blüten, im Durchschnitt 15 Blüten pro Stiel.

Gladiolen, vor allem die großblütigen Hybriden, sind hervorragende Schnittblumen. Für die Vase werden sie dann geschnitten, wenn sich die unteren Blüten zu öffnen beginnen (die Blumen blühen von unten nach oben). Die Blüten erscheinen je nach Sorte in den Farben Weiß, Rosa, Gelb, Rot oder auch mit kontrastfarbigen Markierungen, zum Beispiel die Gladiolus cardinalis. Wunderschön sehen verschiedenfarbige Gladiolen in einem Blumenstrauß aus.

Gladiolenblüte

Gladiolenblüte

Aufzucht:
Gladiolen sind leider nicht frosthart, weshalb sie in kalten Gegenden erst im späten Frühjahr gepflanzt werden. Lediglich in Gegenden mit wenig Frösten können die Knollen bereits im Herbst in den Boden gebracht werden. Der Boden sollte durchlässig, am besten sandig sein, der Standort sonnig. Die Pflanztiefe pro Knolle beträgt etwa 10 Zentimeter. Gladiolen wirken in Einzelstellung ebenso schön wie in Reihen oder Gruppen, beispielsweise als Spalier zum Hauseingang.

Je nach Sorte blühen Siegwurze im Frühjahr, Sommer oder Herbst. Nach der Blüte werden die welken Blütenstiele abgeschnitten, die Blätter vorerst stehen gelassen. Vor den ersten Frösten im Spätherbst werden die Knollen vorsichtig ausgegraben und trocken in einem frostfreien Raum überwintert. Vor dem Lagern wird die überschüssige Erde abgeklopft und die Knollen zum Antrocknen einige Tage ausgebreitet liegen gelassen, bevor sie in eine Kiste mit Zeitungspapier oder Sägespänen gelegt werden.

Phasen:
Die Blätter der Gladiolen erscheinen im zeitigen Frühjahr, je nach Sorte beginnt im Frühjahr bereits die Blütezeit. Die meisten Arten sind Sommerblüher, andere sorgen noch im Herbst für ein buntes Farbspektakel. Nach der Blüte welken die Stiele und können dann abgeschnitten werden. Vor dem Frost werden die welken Blätter knapp über dem Boden abgeschnitten und die Knollen frostfrei eingelagert. Nicht vergessen, sie vorher zu kennzeichnen, das erleichtert das spätere Pflanzen im nächsten Frühjahr. Während der Wintermonate befinden sich die Knollen in der Ruhephase. Sie treiben nach dem Pflanzen im Frühjahr bald wieder aus. Vor der Frühjahrspflanzung können eventuelle Brutknollen zur Vermehrung abgetrennt und an einem anderen Ort eingepflanzt werden.

Wasser, Licht:
Gladiolen stehen gerne an einem hellen, sonnigen Platz. Vor allem während der heißen Sommermonate und während der Blüte sind sie für regelmäßiges Gießen dankbar, brauchen ansonsten aber nicht viel Pflege.

Temperatur, Düngung:
Gladiolen sind nur in warmen Gegenden bedingt frosthart, wenn sie einen gewissen Winterschutz erhalten. Wenige Sorten wie die Gladiolus communis sind recht frosthart und können in günstigen Lagen ohne Staunässe ganzjährig im Boden bleiben. Eine Düngung ist nur selten notwendig, geben sich die Gladiolen doch mit sandigen Böden zufrieden. Eine jährliche Gabe Kompost kann aber sicher nicht schaden.