Iris
Lateinischer Name, andere Bezeichnung
Iris, Schwertlilie
Die Gattung der Iris umfasst rund 200 Arten und noch mehr Sorten. Die Blumen wurden nach der griechischen Göttin des Regenbogens, der Iris, benannt. Unterteilt werden die Iris grob in zwei Gruppen. Eine Gruppe bilden die Zwiebeliris, die andere die Rhizomiris, die sich durch unterirdische Wurzelausläufer schnell vermehren und ausbreiten. Allen Irisarten gemein sind die insgesamt 6 Blütenkronblätter, von denen die äußeren nach unten hängen und den Blick auf die aufrecht nach oben ragenden Domblätter lenken. Die Hängeblätter selbst können mit Bärten (Bartiris) oder Kämmen ausgestattet sein und bilden für sich einen attraktiven Blickfang.
Iris sind im Blumenstrauß willkommene Partner, denn sie haben eine insgesamt positive Ausstrahlung, lassen sich mit zahlreichen anderen Schnittblumen immer wieder neu kombinieren. Auch die Blätter die Iris lassen sich als grüne Auflockerung wunderbar in Sträuße einarbeiten. Manche Irisarten sind immergrün, die meisten jedoch ziehen ihr Laub im Herbst ein, um dann im Frühjahr neu auszutreiben.
Aufzucht
Die Kultivierung der Rhizomiris gestaltet sich wesentlich einfacher als die der Zwiebeliris. Rhizomiris stehen gern an einem sonnigen Standort, sind aber ansonsten recht anspruchslos. Die Vermehrung erfolgt über Teilung. Eine ältere Irispflanze sollte ohnehin alle paar Jahre geteilt werden, weil sie innen zum Verkahlen neigt. Das kahle Innenstück kann auf den Kompost gegeben werden, die äußeren Teilstücke werden an anderen Stellen wieder eingepflanzt.
Nicht ganz so leicht sieht es mit der Kultivierung der Zwiebeliris aus. Während des Wachstums benötigen sie viel Wasser, in der übrigen Zeit ist eher das Gegenteil der Fall. Zwiebeliris sind nicht nur anfällig für Blattläuse und Viruskrankheiten, sondern mancherorts auch beliebte Kost der Wühlmäuse, sodass sie nach kurzer Zeit aus dem Garten verschwinden. Rhizomiris sind in der Regel als Topfware in Gärtnereien, beim Blumenversand oder manchmal auch in den Gartenabteilungen größerer Baumärkte für 3 bis 4 Euro pro Pflanze zu haben. Zwiebeliris kosten je nach Art rund 3 Euro pro Beutel.
Phasen
Rhizomiris treiben im zeitigen Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus. Je nach Sorte erscheinen die ersten Blüten bereits im Mai oder Juni. Die Blütezeit der meisten Iris erstreckt sich nur über einige Wochen. Nach der Blüte werden die Blütenstängel zurückgeschnitten, damit die Pflanze keine Kraft in die Samenbildung stecken muss. Das grüne, grasartige Laub bietet noch bis zum Herbst einen attraktiven Blickfang im Beet. Während des Winters ziehen die meisten Arten ein, das Blattwerk vergilbt. Nach der Ruhephase im Winter treibt die Pflanze im folgenden Frühjahr frisches Grün.
Zwiebeliris werden normalerweise im Herbst gesetzt. Der Austrieb erfolgt je nach Sorte bereits sehr früh im Februar, bei frühjahrblühenden Iris wie den Zwergiris ist so früh bereits auch mit einem Blütenflor zu rechnen. Andere Arten lassen sich wie die Rhizomiris bis zum Spätfrühling oder Frühsommer Zeit.
Wasser, Licht
Alle Irisarten stehen gern sonnig. Manche Schwertlilienarten ohne Bart brauchen zusätzlich zu dem sonnigen Standort feuchte Füße. Bei den Zwiebeliris ist der Wasserbedarf zweigeteilt. Während des Wachstums ist sehr viel Feuchtigkeit gewünscht, während den Rest des Jahres mit Wasser sparsam umgegangen werden sollte.
Temperatur, Düngung
Iris sind mit einer Düngung aus reifem Kompost im Frühjahr zufrieden. Dafür wird der Kompost als Mulchschicht um die Pflanzen verteilt. Alle Irisarten sind absolut winterhart. Das gilt sowohl für die Rhizomiris als auch für die Zwiebeliris.