Narzissen

Osterglocke
Lateinischer Name, andere Bezeichnung:
Narcissus, Osterglocke
Die Narzisse oder Osterglocke gehört der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) an. Sie gehört zu den beliebtesten und pflegeleichtesten Frühjahrsblühern. Die heutigen Sorten haben mit den ursprünglichen Narzissen nicht mehr viel gemein. Es existieren Tausende verschiedener Sorten von der kleinblütigen „Tete a Tete“, die sich wunderbar für Schalen und Töpfe eignet, über die einfachen, weißen Dichternarzissen in Weiß mit orangefarbener Mitte bis hin zu zahlreichen Sorten in der typischen Glockenform, die der Narzisse auch den Namen Osterglocke eingebracht hat.
Ungefüllte und gefüllte Sorten, mit oder ohne Duft lassen den Frühlingsgarten von März bis Mai regelrecht erstrahlen. Narzissen eignen sich gut als Schnittblumen für den Blumenstrauß, allerdings sollten sie nach dem Schnitt zunächst separat ins Wasser gestellt werden, weil der in den Stängeln enthaltene Pflanzensaft sonst das Welken der anderen Blumen fördern würde. Erst wenn die Narzisse „ausgeblutet“ ist, kann sie mit anderen Schnittblumen im Strauß kombiniert werden.

Narzissenblüte
Aufzucht:
Narzissenzwiebeln sind eigentlich überall erhältlich und kosten ab 2 Euro mit 10 Zwiebeln Packungsinhalt. Versender aus Holland geben die Zwiebeln meist kiloweise ab, was beim Bedarf großer Mengen natürlich wesentlich günstiger ist.
Die Zwiebeln werden im Herbst gepflanzt, am besten in den Monaten September und Oktober, spätestens jedoch im November. Der Boden sollte halbschattig bis sonnig und ohne Staunässe sein. Narzissen sind schön in der Rabatte oder im Staudenbeet, eignen sich aber aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit ebenso zum Verwildern auf der Wiese. Besonders natürlich wirkt die Pflanzung, wenn einige Zwiebeln hochgeworfen und dort eingepflanzt werden, wo sie hinfallen. Die Pflanztiefe liegt bei 10 bis 12 Zentimetern, je nach Zwiebelgröße. Da Narzissen von Wühlmäusen gemieden werden, sind sie nicht nur sehr langlebig, sondern bilden durch die Bildung immer neuer Brutzwiebeln schon bald dichte Pflanzenteppiche.
Phasen:
Die Blattspitzen der Narzissen erscheinen bereits im zeitigen Frühjahr, etwa ab Februar. Frühe Sorten blühen bereits im März, während andere sich bis in den April oder gar Mai Zeit lassen. Wer verschiedene Sorten zusammen pflanzt, kann die Blütezeit deutlich verlängern. Nach der Blüte wird der Blütenstängel abgeschnitten, das Laub wird bis zum Welken stehen gelassen, damit die Zwiebeln neue Kraft sammeln können. Bei Narzissen im Rasen muss mit dem Mähen so lange gewartet werden, bis das Laub welk ist, im Staudenbeet empfiehlt sich die Pflanzung von Stauden, die mit ihren Blättern das vergilbende Laub verdecken.
Wasser, Licht:
Die Osterglocke ist sehr pflegeleicht, sie muss nicht gegossen werden. Was sie nicht verträgt, ist Staunässe, worauf bei der Pflanzung Rücksicht genommen werden sollte. Schwere Böden müssen gegebenenfalls mit Kompost und Sand gelockert werden. Narzissen fühlen sich an sonnigen Standorten ebenso wohl wie an halbschattigen Plätzen. Sie gedeihen auch an schattigen Plätzen, blühen dann aber möglicherweise nicht so reich.
Temperatur, Düngung:
Die Narzisse ist komplett winterhart, sie verträgt auch starke Fröste. Als Düngung reicht ein wenig Kompost, der bei der Pflanzung mit ins Pflanzloch gegeben wird. Von Zeit zu Zeit sind die Zwiebeln für eine Mulchschicht aus Kompost im Frühjahr dankbar.