Orchideen

Orchideerispe
Lateinischer Name, andere Bezeichnung:
Orchideen
Die einstigen Exoten haben sich heute zu beliebten Zimmerpflanzen entwickelt, die fast in jedem Haushalt anzutreffen sind. Die meisten Orchideen können die Sommermonate auch im Garten verbringen, wenn der Standort gut ausgewählt wurde. Manche heimische, weniger bekannte Arten wie der Frauenschuh wachsen sogar in europäischen Klimazonen wild in der Natur.
Orchideen sind nicht nur eine Zierde auf der Fensterbank, sondern können auch in einen edlen Blumenstrauß integriert werden. Orchideensträuße sind nichts Alltägliches und bieten sich vor allem für besondere Anlässe wie Hochzeiten und Jubiläen an. Manchmal gibt es auch einzelne Zweige, die mit Grün kombiniert ein schönes Arrangement bilden.
Aufzucht:
Orchideen sind im Gegensatz zu früher für jeden Orchideenliebhaber erschwinglich geworden. Schöne Exemplare sind schon ab einem Preis von rund 5 Euro pro Topf erhältlich. Neben Gärtnereien und Blumenhändlern bieten auch die Pflanzenabteilungen von Baumärkten und Supermärkten schöne und bezahlbare Topfware an.
Normalerweise steckt die Orchidee beim Kauf nicht in einem Topf mit Blumenerde, sondern in einem lockeren Substrat. Blumenerde ist nichts für Orchideen, sie würde innerhalb kürzester Zeit faulen. Sieht man sich einmal die Heimat und die natürlichen Wachstumsbedingungen der Orchideen an, ist das ganz einfach nachzuvollziehen. Normalerweise wachsen Orchideen auf Bäumen, um an das nötige Licht zu kommen. Ihre Nahrung beziehen sie aber keineswegs von dem Bam, sondern sie filtern die Nährstoffe aus der Luft. Nach einem Regenguss sind sie in luftiger Höhe ganz schnell wieder trocken.
Eine gekaufte Orchidee sollte beim Umtopfen stets in spezielles Orchideensubstrat gesetzt werden. Es besteht aus leichten Materialien wie Rinde und Torf. Beim Kauf der Orchideenerde sollte darauf geachtet werden, dass der Torfanteil niedrig ist.

Orchidee
Phasen:
Vom Frühling bis zum Herbst befinden sich die Pflanzen im Wachstum. Nun werden ständig neue Blätter ausgebildet. Auch die Blüte fällt je nach Sorte in diese Zeit. Die meisten Orchideen blühen im Sommer. Im Winter legt die Pflanze eine Ruhepause ein, die man ihr auch gönnen sollte. Das bedeutet, das Düngen einzustellen und nur sehr wenig zu gießen. Die Pflanzen stoßen während dieser Zeit ihre Blätter ab, sie werden gelb. Die welken Blätter sollten keinesfalls abgeschnitten werden. Man wartet so lange, bis sie sich leicht abzupfen lassen. Wer während der Ruhephase weiter düngt, regt zwar die Blattbildung an, Blüten wird es im nächsten Jahr dann aber nicht geben.
Wasser, Licht:
Orchideen brauchen wenig Wasser, zu wenig ist oft besser als zu viel. Das Substrat, in dem die Orchidee steckt, sollte stets gut abgetrocknet sein, bevor erneut gegossen wird. Im Sommer ist es ausreichend, zwei mal pro Woche zu gießen, im Winter kann auf einmal wöchentliches Gießen reduziert werden. Wer sich unsicher ist, hebt den Topf kurz an um zu überprüfen, ob er schon an Gewicht verloren hat (dann ist das Substrat abgetrocknet). Während des Wachstums braucht die Orchidee etwas mehr Wasser als sonst, aber auch dann sollte in Maßen gegossen werden.
Temperatur, Düngung:
Die Orchideen brauchen wenig Nährstoffe, sind sie das doch von ihrer Heimat so gewohnt. Überdüngung ist also Gift für die Pflanzen. Gedüngt werden sollte mit einem speziellen Orchideendünger, den es im Handel zu kaufen gibt. Während des Wachstums, was vom Frühling bis zum Herbst dauert, genügt vorsichtiges Düngen alle 4 Wochen, danach kann das Düngen seltener erfolgen oder ganz eingestellt werden. Die Pflanzen sind sehr wärmeliebend und benötigen viel Licht. Allerdings sollten sie nicht an einem Südfenster stehen, wo sie der vollen Mittagssonne ausgesetzt sind, dann könnten die Blätter leicht verbrennen. Besser ist es, auf Ost- oder Westfenster auszuweichen. Dort bekommen die Orchideen die mildere Morgen- und Abendsonne zu spüren und stehen dennoch den ganzen Tag hell.