Rosen

Rosen
Lateinischer Name, andere Bezeichnung:
Rosa
Rosen sind bereits seit der vorrömischen Zeit ein absolutes Muss in Gärten, Parks und auch im Blumenstrauß. Die Rosen werden grob in drei Klassen untergliedert. Das sind die Wildrosen, die wegen ihres betörenden Dufts und den attraktiven Früchten, den Hagebutten, angepflanzt werden. Zu den alten Rosen gehören unter anderem die Portland-Rosen, die Teerosen und die Gallica-Rosen. Dann gibt es noch die modernen Gartenrosen mit zahlreichen Arten von Strauchrosen, Kletterrosen, Ramblern, Bodendeckern und Floribunda-Rosen.
Nie war die Sortenvielfalt unter den Rosen so vielfältig wie heute. Jedes Jahr kommen neue Züchtungen hinzu. Dabei decken die Rosen fast die gesamte Farbpalette ab. Das Einzige, was es nicht gibt, ist eine rein blaue Farbe der Blüten, diese konnte bisher nur annähernd erreicht werden. Rosen sind tolle Partner im Blumenstrauß, wirken aber auch einzeln in einer schmalen Vase sehr edel.
Aufzucht:
Rosen können direkt bei bekannten Rosenzüchtern online oder auf Gartenausstellungen erworben werden. Außerdem führen Gärtnereien und Baumschulen ein großes Angebot, welches manchmal sogar günstiger sein kann als der Kauf direkt beim Züchter. Auch auf Gartenfachhandel spezialisierte Onlineversender bieten Rosenvielfalt zu günstigen Preisen. Rosen werden im Herbst und im Frühjahr wurzelnackt angeboten, aber auch im Container. Containerware kann im Gegensatz zu den wurzelnackten Rosen ganzjährig gepflanzt werden. Wurzelnackte Rosen kosten je nach Sorte zwischen 5 und 15 Euro, für Containerrosen müssen Pflanzenliebhaber im Durchschnitt 17 Euro bezahlen.
Der Boden, in den Rosen gepflanzt werden, sollte locker, humusreich und tiefgründig sein, vorzugsweise Lehmboden. Nach einer Bodenverbesserung mit Kompost, Torf oder Stalldung kann auch ein Tonboden für die Rosapflanzung geeignet sein. Der pH-Wert des Bodens sollte leicht sauer sein, deshalb auf das Düngen mit Gartenkalk besser verzichten.
Containerrosen werden so tief in den Boden gesetzt, dass sie genauso hoch stehen wie zuvor im Gefäß. Allerdings kann es sein, dass bei Containerrosen die Veredelungsstelle herausragt (gut erkennbar an einer deutlichen Verdickung). Dann sollten die Rosen etwas tiefer gesetzt werden und zwar so, dass die Veredelungsstelle 5 Zentimeter unter der Erde liegt. Auch wurzelnackte Rosen werden so gepflanzt, dass die Veredelungsstelle 5 Zentimeter mit Erde bedeckt ist (kann gut mit einem Holzstab, der mittig über das Pflanzloch gelegt wird, überprüft werden). Bei wurzelnackten Rosen werden die Wurzeln auf 20 Zentimeter eingekürzt. Das Pflanzloch sollte so tief und breit sein, dass die Wurzeln nicht verbogen werden müssen. Gegebenenfalls können auch die oberen Triebe leicht eingekürzt werden. Nach dem Pflanzen ist reichliches Gießen in den ersten Tagen unerlässlich. Werden die Rosen im Frühjahr gepflanzt, kann auch gleich ein wenig Kompost oder Spezialdünger beigegeben werden.
Rosen sollten luftig, aber vor Zugluft geschützt stehen. Zu dichtes Pflanzen fördert Pilzkrankheiten wie Rosenrost oder Sternrußtau sowie echten und falschen Mehltau. Stark duftende Begleitpflanzen wie Lavendel halten Blattläuse fern.

Rosenstrauß
Phasen:
Viele Rosensorten bieten vom Sommer bis zum Frosteinbruch einen reichen Blütenflor. Neben einmal blühenden Arten (vor allem alte Rosen und Wildrosen) sind inzwischen viele Sorten auf dem Markt; die nach der ersten Blüte im Frühjahr noch einen reichen Herbstflor präsentieren oder gar durchgängig neue Blüten bilden.
Wasser, Licht:
Nach dem Pflanzen brauchen die Rosen tägliche Wassergaben. Nachdem sie angewachsen sind, müssen sie nur in trockenen Perioden gegossen werden. Ansonsten schadet zu viel Wasser eher, weil die Pflanzen empfindlich auf Staunässe reagieren. Rosen stehen gern sonnig, allerdings sollte der Standort nicht direkt vor einer Hauswand liegen, weil dort ein Wärmestau entstehen kann. Manche Sorten sind auch für halbschattige Standorte geeignet, blühen dann aber meist nicht so reich. Als Faustregel sollte gelten, dass die Roosen täglich 5 Stunden Sonne bekommen sollten.
Temperatur, Düngung:
Die meisten Rosen sind unempfindlich auch gegen starke Fröste. Trotzdem kann es vorkommen, dass in strengen Wintern einzelne Triebe zurückfrieren. Diese werden im folgenden Frühjahr eingekürzt. Ansonsten kommen Rosen mit jedem Klima zurecht, nur zu starke Hitze kann ihnen zu schaffen machen.