Sonnenblumen

Sonnenblumen

Sonnenblumen

Lateinischer Name, andere Bezeichnung:
Helianthus, Topinambur

Zur Gattung der Helianthus zählen rund 70 verschiedene Arten von Zier- und Futterpflanzen. Eine Art der Sonnenblumen stellt eine wichtige Quelle zur Ölgewinnung dar, die Knollen der Topinambur sind sogar essbar. Alle Sonnenblumenarten sind in Amerika zu Hause, werden aber unter anderem auch in Europa kultiviert. Zu den Helianthus-Sorten gehören Einjährige Sommerblumen sowie mehrjährige Stauden. Sie können je nach Art eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Die kleinste Art, eine neu gezüchtete Zwerg-Sonnenblume, wird maximal 20 Zentimeter hoch und fühlt sich vor allem in Steingärten wohl.

Die Helianthus gehören zu den Korbblütlern. Ihre goldgelben Blütenköpfe ähneln denen der Margeriten und können ungefüllt oder gefüllt sein. Die Blätter der Sonnenblumen sind groß, haarig und oft ein wenig klebrig, die Stiele sind rau. Sonnenblumen geben gute Schnittblumen ab und werden gern in einem spätsommerlichen Blumenstrauß mit Dahlien, Zinnien, Gräsern, Salbei, Rittersporn und Sonnenhüten kombiniert, kommen aber auch solo gut zur Geltung.

Aufzucht:
Im Handel werden zahlreiche Sorten einjähriger Sonnenblumen geführt, die als Samen erhältlich sind (ab 0,50 Euro pro Tüte) und im Mai direkt ins Freiland gesät werden können. Einjährige können auch im Haus vorgezogen werden, um dann im Mai an Ort und Stelle ins Freie gepflanzt zu werden. Der Vorteil besteht darin, dass die Pflanzen dann schon so groß sind, dass Schnecken keine Chance haben. Allerdings muss beim Vorziehen darauf geachtet werden, dass das Substrat nicht zu nährstoffhaltig ist, weil sonst die Stiele zu weich werden und umknicken. Oft ist die Aussaat ins Freie erfolgversprechender. Mit speziellen Kegeln können die Pflänzchen vom Auflaufen bis zur Weiterentwicklung vor Schneckenfraß geschützt werden.

Mehrjährige Stauden sind ebenfalls in Handel als Topfware erhältlich und kosten pro Topf etwa 3 bis 4 Euro, je nach Sorte. Staudensonnenblumen fühlen sich an allen sonnigen Standorten wohl, halbschattige Plätze werden aber auch toleriert. Der Platz sollte möglichst windgeschützt sein. Gepflanzt werden die Stauden im Frühjahr oder im Herbst. Im Frühjahr ist eine Düngung mit Kompost angebracht. Sonnenblumen sind sehr durstig und brauchen vor allem in trockenen Perioden viel Wasser.

Nach der Blüte werden Mehrjährige bis 10 Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten. Große Stauden können durch Teilung vermehrt werden, am besten im Herbst. Darüber hinaus können alle Helianthus-Arten über Samen vermehrt werden.

Sonnenblumenfeld

Sonnenblumenfeld

Phasen:
Etwa 2 Wochen nach der Aussaat erscheint bei Einjährigen das erste Blattpaar, Mehrjährige treiben im Frühjahr aus. Die Blütezeit der Sonnenblumen liegt je nach Art zwischen Juli und Oktober. Nach der Blüte werden die Mehrjährigen zurückgeschnitten, die oberirdischen Pflanzenteile sterben in den Wintermonaten ab, bevor die Pflanze im Frühjahr neu austreibt. Einjährige werden nach dem Verblühen als Futterpflanze für die Vögel stehen gelassen und werden erst im folgende Frühjahr entfernt.

Wasser, Licht:
Die Sonnenblumen tragen ihren Lichtbedarf im Namen. Sie sind echte Sonnenkinder, die sich an einem voll sonnigen Platz am wohlsten fühlen. Viele Staudensonnenblumen nehmen aber auch mit einem halbschattigen Standort vorlieb. Vor allem bei Trockenheit sollten Sonnenblumen ausgiebig gegossen werden.

Temperatur, Düngung:
Staudensonnenblumen sind komplett winterhart, lediglich die überirdischen Pflanzenteile ziehen den Winter über ein. Im folgenden Frühjahr erscheinen neue Triebe, die sich schnell entwickeln. Vor allem im Frühjahr nach dem Austrieb ist eine Düngung empfehlenswert. Dafür genügt es, ein wenig Kompost um die Pflanze zu verteilen und vorsichtig einzuarbeiten. Die Gabe eines speziellen Flüssigdüngers im Sommer (kann dem Gießwasser zugegeben werden) fördert die Blühfreudigkeit der Staudensonnenblumen.