Tulpen

Tulpenstrauß

Tulpenstrauß

Lateinischer Name, andere Bezeichnung:
Tulipa

Die ursprüngliche Heimat des beliebten Frühlingsblühers ist Vorderasien. Von den Osmanen wurden die Zwiebeln nach Europa eingeführt, wo sie zunächst der oberen Gesellschaftsschicht vorbehalten waren. Ohnehin recht teuer, wurden bestimmte Sorten zu hohen Preisen gehandelt. Die Holländer setzten dem ein Ende und machten die Tulpe durch Hunderte neuer Züchtungen für alle Gesellschaftsschichten bezahlbar. Tulpen wurden nicht mehr vereinzelt, sondern in Massen gepflanzt und erzielten damit eine spektakuläre Fernwirkung.

Heute steht die Tulpe den Rosen hinsichtlich der Sortenvielfalt in nichts mehr nach. Tausende von Sorten erfreuen jedes Jahr das Herz des Hobbygärtners. Neben den Papageien-Tulpen, den lilienblütigen, gefüllten und gefransten Tulpen rücken die ursprünglichen Formen, die Wildtulpen, heute wieder mehr ins Rampenlicht. Das liegt zum einen an ihrer niedrigen, filigranen Form, zum anderen aber auch daran, dass sie sich gegenüber den größeren Züchtungen als wesentlich langlebiger und robuster erweisen. Hohe Tulpen werden heute nicht mehr in Massen, sonder einzeln oder in kleineren Gruppen ins Staudenbeet gestreut.

Aufzucht:
Die Zwiebeln sind im Grunde sehr pflegeleicht, wenn sie am richtigen Standort gepflanzt werden. Tulpenzwiebeln mögen keine nassen Füße, weshalb zu Staunässe neigender, schwerer Boden vor dem Pflanzen mit Sand gelockert werden sollte. Die Zwiebeln werden einzeln, in Gruppen oder in Wellenform 10 bis 15 Zentimeter tief in den Boden gesetzt. Die Pflanzzeit liegt zwischen September und Oktober. Der Standort kann sonnig bis halbschattig sein. Um die Blüte zu fördern, ist eine Versorgung mit Volldünger oder Kompost im Frühjahr hilfreich. Nach der Blüte werden die Blütenstiele abgeschnitten, damit die Zwiebel neue Kraft tanken kann. Das Laub der Tulpen muss so lange stehen bleiben, bis es welk ist und sich mit der Hand leicht auszupfen lässt.

Zuchtformen der Tulipa sind nicht sehr standorttreu und verschwinden leider nach wenigen Jahren, sodass sie ersetzt werden müssen. Wer die Lebensdauer verlängern möchte, gräbt die Zwiebeln nach dem Vergilben des Laubes aus, lagert sie trocken im Keller und pflanzt sie im Herbst an einem anderen Standort wieder ein. Wildtulpen überdauern viele Jahre am selben Standort und lassen sich sogar verwildern. Wer Probleme mit Wühlmäusen hat, setzt die Tulpen besser in Drahtkörbe oder Blumentöpfe.

Tulpen sind dankbare Schnittblumen für den Blumenstrauß. Die Zwiebeln sind bei jedem Gartenversender, in Gärtnereien, in Baumärkten, Supermärkten, Discountern und sogar Drogerien erhältlich. Die Preise liegen zwischen 2 und 5 Euro für 5 bis 10 Zwiebeln, manche Sorten und große Zwiebeln können wesentlich teurer sein. Wer große Mengen benötigt, sollte besser direkt in Holland seine Zwiebeln kaufen.

Tulpen

Tulpen

Phasen:
Dank immer neuer Züchtungen und mit der klugen Auswahl der Zwiebeln kann eine lange Blühperiode erreicht werden. Frühe Sorten blühen bereits im März, während späte Sorten teilweise bis in den Juni hinein für Farbtupfer im Beet sorgen. Nach der Blüte werden die Blütenstängel entfernt, das Laub wird bis zum Vergilben stehen gelassen. Verbleiben die Zwiebeln am selben Standort, brauchen sie bis zur nächsten Blüte keine weitere Pflege. Nach dem Auszupfen des welken Laubs beginnt die Ruhephase.

Wasser, Licht:
Tulpen gedeihen an sonnigen wie an halbschattigen Standorten gleichermaßen gut. Je nach Sorte kann die Blühdauer an halbschattigen bis schattigen Standorten sogar länger anhalten. Die Tulpen müssen normalerweise nicht gegossen werden, Lediglich während der Blüte und bei sehr trockenem Wetter sind sie jedoch für eine Wassergabe dankbar.

Temperatur, Düngung:
Tulpen sind durchweg winterhart und kommen mit jeder Temperatur gut zurecht. Gedüngt wird im Frühjahr, wenn sich die ersten Blattspitzen aus dem Boden schieben. Dann ist das Mulchen mit Kompost empfehlenswert oder es wird ein Volldünger gegeben.