Vergissmeinnicht

Lateinischer Name, andere Bezeichnung
Myosotis

Der deutsche Name Vergiss-mein-nicht trägt die Bedeutung schon in sich. Zurückzuführen ist der Name auf die zarten Blüten der meist einjährigen Stauden. Sie sind das Sinnbild für Erinnerung und Liebe. Nicht so im Griechischen. Der griechische Name Myosotis bezieht sich auf die Blattform, die ein wenig an Mauseohren erinnern. Myosotis kann somit mit „Mauseohr“ übersetzt werden.

Vergissmeinnicht kommen als einjährige oder ausdauernde Arten vor, wobei die meisten Arten nur als Einjährige kultiviert werden. 34 Arten sind in Neuseeland zu finden, die übrigen Arten werden in den milderen Klimazonen von Amerika, Asien und natürlich Europa kultiviert. Je nach Art sind Myosotis zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch und eignen sich wunderbar zur Auflockerung frühsommerlicher Blumensträuße. Im Blumenstrauß werden die Vergissmeinnicht gern mit Rosen, Tulpen oder Nelken kombiniert.

Aufzucht
Vergissmeinnicht kommen in vielen Regionen wild vor. Die Kultur im Garten gelingt am besten durch Aussaat. Ein Samentütchen Vergissmeinnicht ist schon für 50 Cent im Gartencenter, im Supermarkt oder in den Gartenabteilungen der Baumärkte oder beim Blumenversand zu haben. Einmal ausgesät und am richtigen Standort säen sich die Myosotis fleißig selbst aus und bilden mit der Zeit immer größer werdende Teppiche. Sie eignen sich deshalb prima zum Verwildern unter Büschen oder an anderen schattigen und geschützten Plätzen, wo sie sich ungehindert ausbreiten können.

Die ein- aber auch die zweijährigen Arten verwelken meist nach der Blüte, können aber nach einem radikalen Rückschnitt einen zweiten, schwächeren Nachflor im Herbst entwickeln. Die abgeschnittenen, verblühten Teile können als Mulchschicht unter Gehölzen verwendet werden. Dort wachsen dann im Folgejahr zahlreiche neue Vergissmeinnicht, sofern sie sich erfolgreich aussäen konnten. Vergissmeinnicht sind als Blühpartner in Rabatten ebenso willkommen wie in Steingärten. Jedoch sollte die Welke nach der Blüte bedacht werden. Da das Laub nach der Blüte gelegentlich zum Mehltau neigt, muss es komplett bis zum Boden abgeschnitten werden und hinterlässt unschöne Lücken. Diese können durch nachwachsende Stauden oder Sommerblumen gefüllt werden.

Phasen
Die Aussaat der Myosotis erfolgt im Herbst, oft durch Selbstaussaat und ohne Zutun des Gärtners. Im zeitigen Frühjahr erscheinen die Blattrosetten, aus denen sich im Spätfrühling bis Frühsommer die meist blauen, aber je nach Art auch rosafarbenen oder weißen Blütenstiele hervorschieben. Diese erreichen eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern. Die Blütezeit hält leider nur wenige Wochen an, bevor die meisten Arten beginnen zu welken. Ein Rückschnitt kann den Neuaustrieb fördern, sodass im Herbst eine zweite Nachblüte zu erwarten ist. Vergissmeinnicht, die sich schon nach der Blüte aussäen, entwickeln bis zum nächsten Winter bereits kräftige Blattrosetten und erreichen dadurch einen Vorsprung für das nächste Frühjahr.

Wasser, Licht
Vergissmeinnicht gedeihen am besten im lichten Schatten unter Gehölzen. Sie lassen sich aber auch sehr gut in trockenen Steingärten oder in sonnigen Rabatten kultivieren, nur entwickeln sich die Pflanzen möglicherweise hier nicht so kräftig und blühen kürzer. Der Boden sollte möglichst durchlässig sein, zusätzliches Gießen ist nur in sehr trockenen Perioden notwendig (was aber im Spätfrühling selten der Fall ist).

Temperatur, Düngung
Vergissmeinnicht sind sehr anspruchslos, was die Temperatur angeht. Sie gedeihen in der prallen Sonne ebenso wie im Schatten. Allerdings wirken sich kühlere, schattigere Bereiche des Gartens positiv auf das Wachstum und auf den Blütenflor aus. Eine geschützte Stelle im Garten, etwa unter Bäumen und Sträuchern, ist deshalb ideal. Gedüngt werden sollten die Myosotis vor der Blüte, am besten mit reifem Kompost.